Das Jahr 2001

Veranstaltungshistorie

 

 

ArchitekturSommer 2001

SpielRaum

Frei-Raum und Frei-Zeit werden zunehmend kommerziell verplant und durchorganisiert. Gleichzeitig gehen wirkliche Freiräume und Freizeit verloren, die Energie, Ideen und Kreativität freisetzen.
Wem gehört der öffentliche Raum? - Verfügt die Öffentlichkeit noch über den öffentlichen Raum oder wird er von privaten Einzelinteressen besetzt?
Wer nutzt den öffentlichen Raum? - Darf der Straßenraum auf die Organisation des Individualverkehrs reduziert werden? Oder hat die Allgemeinheit Anspruch auf Freiräume, auf Begegnungsräume, auf Spiel-Räume?
Wer gestaltet den öffentlichen Raum? - Ist der Raum zwischen den Gebäuden Zufallsergebnis und Restfläche privater Bautätigkeit oder hat die Gemeinschaft einen eigenen Ausdruckswillen, eine gemeinsame Gestaltungsidee?
Solchen und ähnlichen Fragen nachzugehen und so ein Bewußtsein für das Phänomen des öffentlichen Raumes zu schaffen ist das Ziel des Architektursommers 2001.
Drei Rundgänge auf der Altstadtinsel nähern sich dem Thema aus unterschiedlichen richtungen.
Sie sind eingeladen mitzugehen, sich am Spiel der Räume zu beteiligen und anschließend eine rege Diskussion mit dem ArchitekturForumLübeck e.V. zu führen, kurz:
SpielRaum nutzten.


, ArchitekturForumLübeck e.V., Foto: Gunnar ter Balk

 

 

Gestaltung der Stadt

Gestaltungsbeirat Lübeck !

Ein Gestaltungsbeirat ...
Viele Städte haben (wieder) erkannt, daß ein gut gestalteter öffentlicher Raum die Voraussetzung für eine auch wirtschaftlich erfolgreiche Stadtpolitik ist.
Die Hansestadt Lübeck trägt nicht nur für ihr kulturelles Erbe, sondern auch für den architektonischen Ausdruck der Gegenwart eine besondere Verantwortung. Das ArchitekturForumLübecke.V. möchte daher mit einem Veranstaltungsblock zu den Erfahrungen in den Städten Linz und Regensburg die Diskussion über einen Gestaltungsbeirat für die Stadt Lübeck neu anregen.
Die Stadt Linz in Österreich hat bereits 1988, in Zeiten einer wirtschaftlichen Krise der Industriestadt, einen Beirat für Stadtgestaltung gegründet, der heute Modellcharakter hat. Entsprechend hat sich die Stadt Regensburg, eine der Partnerstädte Lübecks in der Arbeitsgemeinschaft historischer Städte, sehr eng an dem Vorbild „Linzer Beirat” orientiert.
Interessierte Bürgerinnen und Bürger, Vertreter der Politik und der Verwaltung sowie die freischaffenden Architektinnen und Architekten sind herzlich eingeladen, sich von der skizzierten Thematik im Rahmen der Veranstaltungen ein eigenes Bild zu machen und sich aktiv und konstruktiv in die Diskussion mit einzubringen, mit dem Ziel:
für gestalterische Qualität in Lübeck !

20.4.2001, ArchitekturForumLübeck e.V., Grafik: o2id. Hochguertel und Lohse