Urban Soundscape

Ein Projekt zu akustischen Dimensionen städtischer Räume

 

Bei dem Projekt „Urban Soundscape“ handelt es sich um eine Kooperation zwischen verschiedenen Institutionen aus Kunst,  Raumstrategien, Stadtforschung, Architektur und Bildung. Beteiligt sind das Zentrum für Medien der Muthesius Kunsthochschule Kiel, die Technische Hochschule Lübeck, die Overbeck-Gesellschaft sowie das ArchitekturForumLübeck. 

 

Das Projekt verbindet Kunst, Klangökologie, Stadtforschung und Freiraumplanung um die akustische Dimension städtischer Räume zu erforschen. Es arbeitet forschend und gestaltend im städtischen Raum von Lübeck: Wir hören, nehmen auf, kartieren, prototypen und erproben künstlerische Interventionen. Ausgehend von Soundwalks, Field Recordings und akustischen Analysen entstehen Entwürfe für Installationen, Performances und räumliche Eingriffe, die Stadt als akustischen Lebensraum erfahrbar machen.


Ergänzt wird das Projekt durch offene Workshops und Vorträge, in denen Gastdozent:innen  Einblicke in Methoden (z.B. Klangkunst, Stadtforschung, Sound-Editing, Mapping, Soundscape-Forschung, Raumstrategien) geben und  die Umsetzung von Arbeiten begleiten.


Zum Abschluss werden die Ergebnisse 2026 öffentlich in Lübeck präsentiert und in einem digitalen Archiv dokumentiert.

Die beteiligten Partner bringen unterschiedliche Perspektiven aus künstlerischer Praxis, wissenschaftlicher Forschung, Stadtplanung und kultureller Bildung zusammen und ermöglichen so einen interdisziplinären Austausch über die akustische Dimension urbaner Räume. Ziel ist es, neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Kunst, Wissenschaft und Stadtgesellschaft zu entwickeln.

Kuratorische Leitung: Benjamin F. Stumpf
Mit freundlicher Unterstützung der Possehl-Stiftung Lübeck


Veranstaltungen im Rahmen des Projektes Urban Soundscape:

Julia Nordholz // Parlament der Bäume – Stimmen des Stadtraums
 
Workshop: Mittwoch, 20. Mai 2026 /  13.45 - 18.00 Uhr
Treffpunkt: 13.45 // Overbeck-Gesellschaft, Königstraße 11, 23552 Lübeck

Lecture: Mittwoch, 20. Mai 2026 /  19.00 Uhr
Aula / Volkshochschule Lübeck, Falkenplatz 10, 23564 Lübeck
 
Im Workshop lädt die transdisziplinäre Künstlerin Julia Nordholz dazu ein, Bäume im Stadtraum als lebendige Zeug*innen urbaner Transformationsprozesse zu betrachten. Ausgehend von Orten in Lübeck, darunter Bürgergärten, Brachen und Räume im Wandel, entwickeln die Teilnehmenden in kleinen Gruppen narrative, klangliche und räumliche Annäherungen an einzelne Bäume und ihre Perspektiven. Mit Methoden aus künstlerischer Forschung, Fieldrecording, Interview und kollektiver Imagination entsteht ein temporäres „Parlament der Bäume“, in dem öffentliche Themen des Stadtraums aus nicht-menschlicher Sicht neu verhandelt werden.

 

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Der Flyer zur Veranstaltung "Parlament der Bäume – Stimmen des Stadtraums"
Parlament der Baeume.pdf
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Prof. Dr. Kathrin Wildner // What is the Sound of Noise? - Akustische Erkundung des Urbanen 

 

Workshop: Mittwoch, 24 Juni 2026 / 14.30-17.45 Uhr
BAUFORUM der Technischen Hochschule Lübeck, Stephensonstraße 1-3, 23562 Lübeck


Vortrag: Mittwoch, 24 Juni 2026 / 18.00 Uhr
BAUFORUM der Technischen Hochschule Lübeck, Stephensonstraße 1-3, 23562 Lübeck


Workshop
In diesem Workshop wird Sound aus einer kulturwissenschaftlichen Perspektive als Werkzeug zur Erkundung von Städten vorgestellt. Was erfahren wir über Stadt, wenn wir zuhören? Wie klingt öffentlicher Raum? Was wird als Lärm wahrgenommen?
Nach einer Einführung in die Methoden der aktuellen Soundforschung, werden diese in mehreren praktischen Übungen eingesetzt (soundwalk, listening sessions, mappings), um so die Teilnehmenden für die akustische Wahrnehmung urbaner Räume zu sensibilisieren.

 

Vortrag: What is the Sound of Noise? - Akustische Erkundung des Urbanen

Als Lärm werden Geräusche bezeichnet, die auf die Umwelt und die Menschen störend wirken. Wer aber was als unangenehmes Geräusch oder gar störenden Krach empfindet ist unmittelbar von den umgebenden Architekturen, den Alltagsbedingungen und dem kulturellen Kontext anhängig. Gleichzeitig hat jeder Raum spezifische Soundscapes, die sich aus verschiedenen Geräuschquellen, Rhythmen und Resonanzen zusammensetzen. Diese
Klanglandschaften prägen die Wahrnehmung aber auch das Handeln der Menschen im urbanen Raum und lassen sich dementsprechend gestalten. 

 

Download
Der Flyer zur Veranstaltung "What is the Sound of Noise? - Akustische Erkundung des Urbanen"
What is the Sound of Noise?.pdf
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Heiko Wommelsdorf // urbane Resonanzen


Workshop: Mittwoch, 8. Juli 2026 / 14.00 - 18.00 Uhr
Overbeck-Gesellschaft, Kunstverein Lübeck, Königstraße 11, 23552 Lübeck


Lecture: Mittwoch, 8. Juli 2026 / 19.00 Uhr
Aula / Volkshochschule Lübeck, Falkenplatz 10, 23564 Lübeck

 

Workshop: Sensibilisierung des Gehörs
Jede Pflanze, jeder Untergrund und jede Umgebung hat ihren eigenen Klang. Schon im Mutterleib nehmen wir die Welt über Geräusche wahr – doch in unserer visuell geprägten Umwelt gerät das Hören oft in den Hintergrund. In
diesen Workshops werden die Teilnehmenden dazu eingeladen, bewusst zu lauschen und innezuhalten.

 

Vortrag: urbane Resonanzen

Die Klanginstallationen von Heiko Wommelsdorf richten den Fokus auf die oft überhörten akustischen Qualitäten urbaner Räume. Ausgangspunkt seiner Arbeit sind alltägliche Geräusche – etwa von Lüftungen, Rohren oder technischen Infrastrukturen –, die er durch minimale Eingriffe verstärkt, verschiebt oder neu kontextualisiert. So werden urbane Klanglandschaften nicht neu erzeugt, sondern vielmehr freigelegt und erfahrbar gemacht.
Im Zentrum steht dabei der Raum selbst als Resonanzkörper: Architektur, Materialien und Volumen prägen, wie Klang entsteht und sich ausbreitet. Wommelsdorf macht diese spezifischen akustischen Eigenschaften hörbar und
verweist damit auf die enge Verbindung von Ort, Wahrnehmung und Klang. Heiko Wommelsdorf arbeitet mit einer reduzierten, präzisen Formensprache, die das scheinbar Nebensächliche in den Mittelpunkt rückt und die 
Aufmerksamkeit der Besucher*innen schärft. Seine Installationen eröffnen so eine neue Perspektive auf urbane Umgebungen: Städte erscheinen nicht nur als visuelle, sondern als komplexe akustische Räume, deren charakteristische „Resonanzen“ unser Erleben maßgeblich prägen.